Der Bräutigam: Andreas
Heiraten? Nun ja, eigentlich hatte ich den Gedanken schon in die Schublade derjenigen Dinge getan, die ich in diesem Leben nicht mehr verwirklichen werde. Kurz davor war ich mal… aber das ist nun auch schon über 15 Jahre her.

Ich weiß noch, dass ich den Gedanken schon kurz nach der ersten Begegnung mit Kerstin wiederbelebt hatte - mit all den Ängsten, die man als mittlerweile gereifter Mann diesem schon wieder ungewohnten Lebensschritt entgegen bringt. Es dauerte noch fast zwei Jahre, bis ich soweit war, diesen Ängsten offen in die Augen zu sehen und zu erkennen, was sie wirklich waren: Phantome.

Das Vorleben
Geboren am 26.12.1968 in Osterode am Harz. Meine Kindheit war gekennzeichnet von viel Liebe seitens meiner Eltern und den üblichen Schwierigkeiten mit Spielkameraden. Die Pubertät überstand ich gut. Das junge Erwachsenenleben brachte in wundervoll befreiter Atmosphäre mein Abi, danach durfte ich die Leiden der Bundeswehr genießen.

1989 Umzug nach Hannover und Studium mit Aha-Effekt (ich habe gestaunt, was ich alles nicht wußte, andere haben gestaunt, wie man sowas machen kann). Erfolgloser Berufsstart als Ultra-Quereinsteiger (Kommissionierer bei der Lufthansa, gab aber billige Flüge). Brauchte dann eine resolut-liebevolle Freundin und liebevoll-resolute Eltern, die mir die Kehrseiten des Quereinsteigens klar machten und mich auf die Bahn brachten.

Ab 1999 milleniumsgeeignte Fortbildung. Dank an meinen Freund Andreas, dass er mir danach einen ziemlich abwegigen Praktikumsplatz in der Nähe von Köln überließ. In der Nachfolge solider Lebenswandel mit 40-Stunden-Woche und teilweise gefülltem Konto.
Ziele und Wünsche
Heiraten heißt für mich bejahen. Ich bejahe Kerstin, ich bejahe aber auch mich. Wir schaffen einen Rahmen für die Zukunft, einen Rahmen, der Stabilität, Sicherheit, vielleicht ein paar Grenzen, aber vor allem Freiraum im Inneren des Rahmens schafft. Darauf freue ich mich.